fantastische Bücherwelt

von Büchern, Spleens & Listen

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Zitate: Christoph Marzi - Heaven. Stadt der Feen

Allesamt befanden sie sich auf einem Dach, wo ein scharfer Wind wehte und die Rauchschwaden aus den vielen Kaminen wie lebendige Wesen die Finsternis berührten.

Die Toten hatten ein Gespür für lebendige Herzen, in denen das Glück daheim war. Das kam wohl daher, dass sie tot waren und sich nach einem warmen schlagenden Herzen sehnten.

Er mochte diese nächtlichen Ausflüge, weil die Stadt anders war, wenn die Sonne nicht mehr schien. Die vielen Lichter webten einen geheimnisvollen Zauber in die Straßen und Gassen und brachen sich in dem zarten Schleier aus Nebel und Nieselregen, der so typisch für London war. Alles wirkte auf eine schmutzige Art und Weise verwunschen, als seien die Märchen, an deren Wahrheiten man als kleines Kind glaubte, erwachsen geworden.

Wenn er über die Dächer lief, dann wurde ihm bewusst, wie nah man sich doch die meiste Zeit über an einem Abgrund bewegt, der nur darauf wartet, einen zu verschlingen.

All die Menschen, sie rannten aneinander vorbei und manchmal kam es vor, dass sich zwei kennenlernten. Dass sie Dinge taten, die ihr Leben schön machten oder die sie bereuten, noch ehe die Nacht vorbei war.

David dachte an die Abgründe, die sich manchmal auftaten, nicht nur auf Dächern.

Im Dämmerlicht des kleinen Ladens roch es nach Staub und Papier, nach Plüschsesseln und Regalen aus altem Holz. Orientalische Träume schwebten im Dämmerlicht, leise Lieder vom Licht ferner Wüsten und der Ruhe einer Rast. Eine Heizung klapperte irgendwo und ein Kühlschrank summte versteckt zwischen den Regalreihen. Doch über allem hing der Geruch nach Fernweh und Reiselust.

Wie eine literarische Miss Marple fahndete sie nach seltenen Ausgaben alter Bücher, manchmal im Auftrag ihrer Kunden, manchmal einfach nur so.
Und weil es anstrengend war, Bücher aufzuspüren (Miss Trodwood behauptete manchmal, je älter sie wären, desto stärker zeigte sich ihr eigener Wille), ging sie Abend für Abend Punkt acht Uhr ins Bett.

Ihre Pfade hatten sich in der Nacht gekreuzt, und wenn seltsame Zufälle wie dieser etwas zu bedeuten hatten, dann musste man die Gelegenheiten, die sich einem so boten, einfach festhalten.

Er wusste, wie es sich anfühlt, wenn einem die Luft abgeschnitten wird, weil das Leben, das jemand von einem erwartet, nicht das Leben ist, das man leben will.

Er streckte die Hand aus und berührte die Buchrücken, als würden sie ihm Geheimnisse zuflüstern können, wenn er sie anfasste. Doch die Bücher schwiegen, wie gute Bücher es zu tun pflegen, wenn man sie berührt, ohne dass sie einem gehören.

Wenn es Tage gab, an denen man fremde Leben streift, wie traumwandlerische Bilder einen heimsuchen im kurzen Moment des Erwachens, dann war dieser Tag genau so ein Tag.

Warmes Licht schimmerte in den Fenstern und beleuchtete die klassische alte Holzverkleidung, als glühe dort eine Seele, die aus den Geschichten der früheren und heutigen Besucher geboren worden war.

David dachte an die alten Fotografien, die jeder mit sich herumträgt. Sie sind an den Rändern zerfranst und bedeckt mit Rissen und braunen Flecken. Nur selten betrachtet man sie, doch insgeheim weiß man, dass sie alle Postkarten sind, die man nie mehr loswerden wird.

Das viktorianische Gebäude, das wie ein Wächter mit hohlen Fensteraugen zur Straße blickte, erinnerte an den Eingang zu einem zerfallenen Palast, in dem noch immer verwunschene Wesen hausen mochten.

Dichtes Gestrüpp wuchs zu beiden Seiten des Weges, der sich, immer enger und enger werdend, durch die Nacht schlängelte. Alles wirkte, als hole sich die Natur zurück, was ihr einst genommen worden war.

Am Horizont ging die Sonne auf, irgendwo an einem fernen Ort, der viel wärmer war als dieser hier. Sie beleuchtete die Wolken und gab dem Leben die Farben zurück.

“Wir haben immer so große Erwartungen an unser Leben. Dabei könnte man es einfach haben.”

Die Sekundenbruchteile fügten sich leise zu etwas Neuem, Kristallklarem und Wunderbarem zusammen.
Doch keiner von beiden wusste wirklich, ob dies schon der Moment war, der alles verändern würde. Und weil sie es noch nicht wirklich wussten und Menschen, die Dinge wie diese noch nicht wirklich wissen, normalerweise dazu neigen, etwas zu tun, dass sie von all diesen Dingen ablenkt, und weil die großen Erwartungen, die man an das Leben hat, wie kleine gemeine Stolpersteine sein können; deswegen und wegen all dem anderen auch verließen sie das Dach und gingen hinunter in die Wohnung, nicht ahnend, dass der Tod, hat er die Fährte gefunden, sich wie ein Tier aus dem Hinterhalt nähert.

Sie überquerten die stark befahrene Straße, wo die Abgase der Autos wie befreite Geister in der Luft schwebten. Es waren Schleier, fast unsichtbar, so filigran.
Magie, dachte David, hat wirklich viele Gesichter.

Zitate: Antje Babendererde - Findet mich die Liebe? Oder: Der Wolfstraum

"Wenn man jung ist, fürchtet man sich vor allem, was man nicht kennt", sagte Old Wolf.
"Und wenn man alt ist, ist das nicht mehr so?", wollte ich wissen.
Der alte Indianer zog an seiner Pfeife und schüttelte langsam den Kopf. "Wenn man alt ist, weiß man, dass alles sich wiederholt. Die Dinge haben dann nur ein neues Gesicht. Die alten Hopi prophezeiten schon vor Hunderten von Jahren, dass die Menschen auf der ganzen Welt irgendwann durch ein großes Spinnennetz miteinander verbunden sein würden. Und heue gibt es Computer und das World Wide Web."

Chas hingegen kämpfte für das Prinzip des Lebens, diesen Kreis, in dem wir alle uns wiederfinden, Tiere, Menschen, Pflanzen und Steine. Dass er nicht allein war auf dieser Welt, dieses Wissen war ihm vermittelt worden, seit er denken konnte. Während uns Europäern beigebracht wurde, immer etwas schneller, klüger und lauter zu sein als alle anderen.

Zitat: Susan Power - Die Grastänzer

Unser Lieblingsbuch war Stolz und Vorurteil von Jane Austen. Ich mochte das kleine weiße Mädchen Elizabeth Bennet, weil sie Witz und Rückgrat hatte. Ich fand, aus ihr wäre eine gute Sioux geworden.

Zitate: Christoph Marzi - Du glaubst doch an Feen, oder? Oder: Tagundnachtgleiche

Manchmal muss man die Dinge, die man finden will, erst einmal verlieren.

Ich liebe das Meer. Es ist so weit und scheint nie und nimmer ein Ende zu haben. Wie die Gedanken. Wie der Wind.

Es tat gut, darüber zu reden. Es war fast so, als könnte man spüren, wie der Wind die Worte packte, sie mit sich nahm und sie dann irgendwo hoch oben an die Wipfel der Bäume band, wo sie niemandem mehr wehtun konnten mit ihren spitzen Kanten und scharfen Rändern.

Die ganze Zeit über hielt er mich fest, einfach so, als würden wir uns schon ganz lange kennen und als hätte er dies schon Hunderte Male zuvor getan.

“Wenn eine Fee lange allein ist, musst du wissen, dann wird sie seltsam. Und wenn sie Jahrhunderte allein überdauern muss, dann wird sie bösartig. Sie labt sich an den Geschichten anderer, das ist der einzige Genuss, der ihr bleibt.”

Feen vergessen sehr schnell. Und wenn jemand keine Erinnerungen mehr hat, dann hört er zu leben auf. Also muss sie sich von fremden Erinnerungen ernähren. Von fremden Gefühlen fremder Menschen. Ist dir jemals aufgefallen, Mädchen, dass die Menschen den Gegenständen, die sie benutzen, oft viel stärkere Gefühle entgegenbringen als ihren Mitmenschen?

Die Welt ist verrückt, aber manchmal bin ich ganz froh darüber, dass sie das ist.

Das Glück schwimmt ihm in der Stimme wie das Mondlicht in seinen Augen.

Und obwohl mir noch immer kalt ist und ich kaum mehr laufen kann, weiß ich jetzt endlich, wie es sich anfühlt, wenn man selbst zu den Dingen gehört, die einfach so verloren gegangen sind – und die vielleicht irgendwann wiedergefunden werden.

Zitate: Leonie Swann - Glennkill

"Gestern war er noch gesund", sagt Maude. Ihre Ohren zuckten nervös.
"Das sagt gar nichts", entgegnete Sir Ritchfield, der älteste Widder der Herde, "er ist ja nicht an einer Krankheit gestorben. Spaten sind keine Krankheit."

“Er hat unsere Arbeit nicht geschätzt. Die norwegischen Schafe machen es besser! Die norwegischen Schafe haben mehr Wolle! Er hat sich Pullover von fremden Schafen aus Norwegen schicken lassen – eine Schande, welcher andere Schäfer hätte seine Herde so gekränkt!”

Es war ein wunderschöner Morgen. Nachts waren Feen über das Gras getanzt und hatten Tausende von Wasserperlen zurückgelassen.

Der Legende nach waren diese Wolken Schafe, die eines Tages einfach über die Klippe hinausgewandert waren, auserwählte Schafe, die am Himmel weiterweideten und niemals geschoren wurden. In jedem Fall waren sie ein gutes Zeichen.

Vorher war ihm alles ganz einfach vorgekommen, aber jetzt stach ihn ein spitzes Stück Holz in die Flanke, und Mopple hatte schreckliche Angst, sich zu verletzen und auszulaufen wie Sir Ritchfield. Die Schafe waren sich einig, dass Sir Ritchfield irgendwo ein Loch haben musste, aus dem seine Erinnerungen ins Nichts versickerten.

Jetzt war die Panik ganz nah. Mopple spürte sie in seinem Nacken wie ein Raubtier, und dass er sich nicht nach ihr umdrehen konnte, machte die Sache nur schlimmer. Er würde auslaufen, schlimmer als Sir Ritchfield, er würde alles vergessen, sogar, dass er aus diesem Loch herauswollte. Und dann würde er ewig hier festsitzen und erbärmlich verhungern. Verhungern – er, Mopple the Whale!

Aber im Allgemeinen fühlte er sich im Nebel geborgen. Er stellte sich vor, durch die federleichte Wolle eines riesigen Schafs zu marschieren, und das war ein schöner Gedanke.

Mopple liebte Nebelgras, das klar schmeckte wie Wasser und von dem alle störenden Gerüche abgewaschen waren.

Zitate: Christoph Marzi - Somnia

Die Welt ist wie Wasser, scharlachrot und sanft gefärbt mit hellem Himmel. Und manchmal sind die Träume, die sich tief in den vergessenen Liedern unserer Kindheit verbergen, wie die Pfade in den tiefen Wäldern, von jenem schweren Dunkel, das allein zu betreten man sich scheut, weil was dort schlummert, nur selten ist, was man zu finden hofft.

Sie war niemand, der sich in den Tiefen der Erde wohlfühlte. Nein, sie war ein Kind der Natur, so viel war klar. Sie spürte es, mit jeder, aber wirklich jeder Faser ihres Körpers. Wie auch immer ihr Leben ausgesehen haben mochte, sie hatte die Natur geliebt, das Leben unter freiem Himmel, das Gefühl von Gras und Wasser und Sonnenschein auf der Haut.

Magie ist das, was wir tief in uns spüren, wenn wir lächeln.

Ein Herz aus Stein zu haben
, sagte der Löwe, ist besser, als gar kein Herz zu haben.

Eine Bibliothek bringt Antworten
, sagte Lady Lenox. Bücher sind eine gar mächtige Waffe.

Die wenigsten Menschen sehen so aus wie die Menschen, die sie wirklich sind.

Dinge, die verloren gehen, wollen meistens wiedergefunden werden.

Das Gefühl, dass es gut war, bei ihm zu sein, bestürmte sie einfach so, wie Gefühle es manchmal eben tun, in unpassenden Momenten zu so unpassenden Zeiten.

Sie mochte diese alten Geschichten. Die Wahrheiten darin konnte man riechen wie den leichten Duft eines Gewürzes, der in der Luft schwebte.

Viele alte Geschichten sind wahr, andere nicht. So ist es schon immer gewesen, so wird es immer sein.

Es roch nach Papier und Gilb und brüchigem Leder und gebeiztem Holz und der wohligen Wärme der Gedanken so vieler Leser.

Die Erinnerungen sind wie das Wasser, scharlachrot, durchwebt mit bunten Steinen. Und manchmal sind es bitterste Furcht und tiefste Wehmut, die sich im einst vergessenen Wissen verbargen und einem schier das Herz zerreißen, da selbst die eigenen Gefühle nun andere sind als noch Augenblicke zuvor.

Manchmal zeigt einem das Leben seltsame Pfade auf. Man weiß nicht, wo sie hinführen. Man betrachtet einfach nur das Laub auf dem erdigen Waldboden und entscheidet sich dann für den Weg, der unbetreten aussieht.

Der Himmel ist manchmal wie Wasser, ganz scharlachrot und voller Träume, die wie Bruchstücke eines schon vor langer Zeit verlorenen Paradieses zwischen den Wolken schweben.

Manchmal ist das Leben voller Überraschungen, und zuweilen erweisen sich die Dinge, an die man glaubt, als Lug und Trug.

Mortimer Wittgenstein zuckt die Achseln. “Fragen Sie nicht mich.” Er stockt, weil er merkt, wie förmlich und distanziert die Anrede klingt. Er verbessert sich trotzdem nicht.

Zitate: Bernhard Hennen - Elfenwinter

Ollowains Blick wanderte zu den Türmen, um die nun geisterhafte Lichter spielten. Er mochte Vahan Calyd nicht. Es hieß, die Alben hätten an diesem verwunschenem Ort einst ihre ersten Kinder erschaffen. Hier, wo der Wald und das Meer in riesigen Mangrovensümpfen ineinander übergingen, sodass es keine Küstenlinie gab, hier, wo Grenzen nicht mehr galten, schien alles möglich zu sein.

Ollowain musste an seine Mutter denken. Während eines Festmahls in der Himmelshalle von Phylangan hatte sie plötzlich das Glas in ihrer Hand zerbrochen, einen Blütenkelch aus rotem Bergkristall. Er hatte ihr gegenüber gesessen. Sieben Jahre alt war er gewesen. Er erinnerte sich noch an das Blut auf dem weißen Kleid seiner Mutter und an ihren Blick. Ihre wunderschönen grünen Augen, voller Angst. Und dann hatte sie sich den langen Stängel des Kristallglases durchs Auge tief in den Schädel gestoßen.

Ollowain ergab sich dem Schicksal. Wenn er Emerelle retten wollte, dann musste er Lyndwyn vertrauen.

Ollowain, der beste Fechter Albenmarks, hatte ihn ausgebildet. So vieles war der Elf im Lauf der Jahre für ihn gewesen - Ziehvater, Lehrer und Freund. Den meisten bei Hof war der Schwertmeister unnahbar erschienen. Eine lebende Legende, der weiße Ritter von der Shalyn Falah. Er hatte sich ganz dem einen Ziel verschrieben, ein vollkommener Schwertkämpfer und Krieger zu sein. Und er war so weit auf diesem Weg gegangen, dass kein Elf gegen ihn bestehen konnte.

Dann befahl Emerelle ihrem Schwertmeister, die Trolle in den Abgrund zu stürzen. Doch der ehrenhafte Ollowain, der bisher nie gezögert hatte, einem Befehl seiner Herrin zu folgen, verweigerte sich ihr.

Er senkte seinen Blick nicht, doch er verschloss sein Herz vor dem, was er sah. Lyndwyn hatte etwas an sich, das ihn tief berührte und seine Gefühle verwirrte. Sie wusste, wie es war, sich einer Idee zu opfern. Die Vollkommenheit anzustreben. Alle anderen zu überflügeln.

Er spürte den festen Stein durch die weiche Sohle seiner Stiefel. Glatt, rutschig war er. Und doch war diese Brücke nicht so tückisch wie die wirkliche Shalyn Falah. Es gab kein Sprühwasser, das den Stein benetzte. Keine böigen Winde, die an den Kleidern zerrten.

"Du wirst jetzt aufstehen. Und sieh mir weiter in die Augen! Findest du nicht, dass "grün" eine unangemessene Beschreibung ist? Was für ein Grün ist es? Sieh genauer hin."
Ollowain erhob sich. Er hielt Lyndwyn mit seinem Blick gefangen. Zögerlich richtete sich die Magierin auf.
"Deine Augen haben die Farbe von Moos, wie man es auf den Steinen des versiegelten Albensterns nahe der Shalyn Falah findet. Deine Iris ist eingefasst von einem dünnen, schwarzen Rand. Das Grün ist nicht ebenmäßig. Feine Lichter und Schatten durchziehen es."
Ollowain ging langsam rückwärts. Lyndwyn folgte ihm mit unsicheren Schritten. Er hielt nun ihre beiden Hände. Er musste in ihr Antlitz sehen, damit sie ihren Blick nicht abwendete. Unter ihnen ging es mehr als zweihundert Schritt in die Tiefe.

Ollowains Blick wanderte über die Waldterrassen. Er könnte hier Stunden sitzen, ohne des Schauens müde zu werden. Der Anblick der Natur vermag die Seele zu heilen, hatte ihm seine Mutter vor Jahrhunderten erzählt. Damals war er zu ungeduldig gewesen, um sich dieser Wahrheit zu öffnen. Und er war auch zu jung gewesen, um an einer verletzten Seele zu leiden. Erst die Zeit hatte ihn von der Weisheit in den Worten seiner Mutter überzeugt.

Ollowain hob eine Braue – eine Geste, die er einst wochenlang eingeübt hatte, um alle Stimmungen zwischen herablassender Verwunderung und kaum beherrschtem Ärger ausdrücken zu können.

Kein anderes Elfenvolk war so stolz auf seine magischen Kräfte wie die Normirga. Und weil jene, denen diese Gabe nicht geschenkt war, kaum einen Weg aus den Felsenburgen fanden, lernten die übrigen Albenkinder meist nur mächtige Zauberer aus dem Volk des Nordens kennen. Auch stammte die bedeutendste aller Zauberweberinnen, Emerelle, von den Normirga. Dass Ollowain es gelungen war, aus dieser Tyrannei auszubrechen, war vielen seines Volkes unliebsam. Ollowain erinnerte sich, dass auch er die Gabe geerbt hatte. Doch am Tag des Todes seiner Mutter war seine Zauberkraft verloschen. Manchmal dachte der Schwertmeister, dass vielleicht nur der Wille, sich dieser Mächte zu bedienen, in ihm gestorben war.

Für den Fürsten war er noch immer ein Junge. Aller Ruhm vermochte den Makel nicht aufzuheben, der ihm anhaftete. Was dies anging, waren die Gesetze der Normirga klar und gnadenlos. Wer nicht in der Lage war, sich aus eigener Kraft und völlig mühelos gegen die eisige Kälte des Landes zu schützen, der galt als Kind. Ganz gleich, wie alt er war und was er geleistet hatte.

Was ich sehe, wenn ich dort hinausblicke, ist der Sieg der Ästhetik über die Ethik. Ich sehe einen Hinrichtungsplatz, der zum landschaftsgestaltenden Mittel wurde.

Träumte er noch? Ollowain sah sich unsicher um. Die weiße Kammer war wie für ihn geschaffen. Zu vollkommen, um Wirklichkeit zu sein? Obwohl... Landoran wusste vielleicht noch, mit welcher Besessenheit er als Kind die Farbe Weiß verehrt hatte. Eine Zeit lang wollte er sogar nur weiße Nahrung zu sich nehmen.

Durch das Gitterwerk nasser, schwarzer Haarsträhnen sahen ihn lindgrüne Augen mit goldenen Sprenkeln an. Lyndwyns Augen!
“Das war der einzige Weg”, sagte sie leise. “Wir wären uns nie näher als auf der Brücke gekommen, als wir einander in die Augen sahen. Dein Verstand hätte dein Herz zum Schweigen gebracht.”

“So kindisch es ist... Nachdem du wirklich so warst, wie ich es mir immer vorgestellt hatte, wollte ich dir gefallen. Um jeden Preis. Ich wollte die deine sein.”

In seinem Herzen fühlte er, dass sie ihn nicht betrogen hatte. Landoran wusste, wo sie war. Sie hatte sich auf irgendeinen törichten Handel mit seinem Vater eingelassen, damit er ihr half, ihn zu verführen.

Lyndwyn hatte Recht gehabt. Er hätte sie niemals zu sich gelassen. Sie hatte ihm die Augen verbinden müssen, damit er der Stimme seines Herzens folgen konnte. Was für ein Narr war er doch gewesen!

Und tatsächlich war es so, dass es half, von Lyndwyn zu reden. Er fühle das, was jenseits aller Täuschungen wahrhaftig war. Und er fühlte einen Schmerz, den er nicht in Worte zu fassen vermochte. “Ich versuche, sie zu vergessen, aber... Sie hat mein Herz berührt. Ich...”

Mit Lyndwyn in den Armen durchquerte er den steinernen Wald. Der Boden vibrierte jetzt stärker. Feiner Staub rieselte vom Goldgeäst der Deckenbögen. Ollowain küsste sie und flüsterte Liebesschwüre, doch sie erwachte ebenso wenig wie Emerelle.

Unvergessen bleibt Ollowain, der Wächter der Shalyn Falah. Er war stets dort, wo man das Lied der Klingen sang. Seine kühlen Scherze gaben jenen Kraft, die scheinbar endlos Wacht hielten.

Du bist gekommen, um mich aus dem Feuer zu holen, mein weißer Ritter. Nun werde ich dich retten.

Unser Fest neigte sich schon seinem Ende zu, als eine bleiche Gestalt unter dem Torbogen zur Silbernen Halle erschien. Ollowain, den wir alle für tot gehalten hatten, war zurückgekehrt. Doch er hatte auch nicht mehr viel von einem Lebenden an sich. Das Haar weiß von Frost. Die Augen tief in dunkle Höhlen eingesunken, trug er statt seines Umhangs eine schmutzige Wolldecke über den Schultern.

"Du weißt, dass ich den Tod nicht fürchte", sagte Ollowain traurig. "Aber ein Feldherr, der seine Schlachtreihen mit Hoffnungen statt mit Kriegern füllt, der macht mir in der Tat Angst. Dennoch werde ich morgen bei dir sein, mein Freund. Wenn du schon nicht auf dich achtest, dann muss ich es tun."

Die Maurawan hatten Asla und Kadlin nicht finden können. Und es gab keine besseren Fährtensucher als sie. Aber sein Freund würde mit dem Herzen suchen. Wenn es einen gab, der vielleicht noch etwas finden mochte, was den Maurawan entgangen war, dann war er es!

Du wirst keine Gewissheit finden, Alfadas. Ich bin für dich in dieses Tal geritten, um als dein Freund deine Zweifel zu besiegen. Doch ich bin gescheitert. Aber in der Ungewissheit liegt auch Freiheit, wenn du stark bist. Du kannst dir selbst aussuchen, was du glauben willst.

Wunder geschehen nicht einfach, Alfadas. Sie werden gemacht. Und wem schadest du, wenn du diesen Helm mit seiner verwunschenen Geschichte zu deiner Krone machst? Sei großzügig! Schenke deinen künftigen Untertanen ein Wunder, das ihnen Kraft gibt in dieser schweren Zeit!

Zitate: Bernhard Hennen - Elfenlicht

Die Herrschaft der Elfen würde in dieser Nacht enden. Doch wenigstens er würde an ihrer Seite sein! Dort, wo immer schon sein Platz gewesen war, wenn es galt, mit dem Schwerte für Albenmark einzutreten.

Obwohl Ollowain die Burg schon hunderte Male gesehen hatte, berührte ihr Anblick ihn stets aufs Neue. Es war ein Gefühl, wie es sonst nur Musik in ihm erwecken konnte, das traurige Lied einer Flöte vielleicht oder melancholisches Harfenspiel. Ein Schmerz, der sich nicht in Worte fassen ließ, süß und durchdringend.

Ollowain lächelte. Der Tod hatte keinen Schrecken für ihn. Im Gegenteil: Diesen letzten großen Kampf zu fechten, war die Bestimmung seiner Seele. Danach würde der Zyklus aus Tod und Wiedergeburt durchbrochen sein. Er würde ins Mondlicht gehen, um wieder mit Lyndwyn vereint zu sein. Er fühlte sich leicht. Es gab keine Zukunft mehr, die ihn bedrücken konnte.

Ollowain dachte an Lyndwyn. Sie hatte ihn verändert. Ihm einen Teil seines Panzers geraubt, hinter dem er allzu lange seine Gefühle versteckt hatte.

Der Schwertmeister hob die Klinge zum Fechtergruß und küsste den Stahl. Er würde niemanden mehr töten.

Zitate: Bernhard Hennen - Das Fjordland

"Ollowain wird über den Menschensohn wachen und darüber, dass ich mein Wort nicht breche."

Luc sah in das alterslose Antlitz des Elfenritters. Vielleicht könnte er ihm ja glauben, wenn er nicht so traurige Augen hätte.

Es war beklemmend, jemandem gegenüberzustehen, der um Fehler wusste, die man noch nicht begangen hatte.
"Kannst du mir einen Rat geben, meine Königin?"
Emerelle lachte. "Nein, das wäre sinnlos. Du wirst nicht auf mich hören, sondern auf dein Herz. Das ist der größte Unterschied zwischen dir und Falrach. ..."

"Ich will kein Scharfrichter sein."
"Danach fragt das Schicksal nicht. Wenn du nicht mit Luc gehst, dann wird Falrach in dir erstarken. Du weißt ja, er macht keine romantischen Dummheiten. Auch er vermag Albenmark vor dem Banner des Aschenbaums zu bewahren. Aber wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich lieber in der Zukunft leben, die Ollowain uns schenken kann."

Nie hatte er Lyndwyns Tod verwunden. Ihr war er treu geblieben, durch all die Jahrhunderte. Und so absurd und selbstzerstörerisch es war, gerade deshalb liebte sie Ollowain.

"... Er erinnert mich an Mandred. Vielleicht ist er nicht gerade der Hellste, aber er hat das Herz am rechten Fleck. Und er liebt die Königin wirklich. Manchmal ist es schwer zuzusehen, wie sie ihn behandelt."
Mein romantischer Träumer, dachte Emerelle. Aber es kam hier nicht auf Gefühle an.

Fenryl sah ihn eigenartig an. "Sollte das ein Witz sein?"
Ollowain lächelte.
"Lass das! Witzig zu sein ist nicht deine Sache."

Ollowain war sich schon lange nicht mehr so klein und unbedeutend vorgekommen wie inmitten der tobenden Elemente.
Etwas krachte gegen den Steuerbordrumpf. Überall trieben kleinere Eisbrocken in der aufgewühlten See. Der Elf wünschte, er glaube an irgendwelche Götter, zu denen er jetzt beten könnte.

Zitate: Joan Anderson - Ein Jahr am Meer

Wenn jemand etwas Neues erfährt, ein glückliches Erlebnis hat, dann ändert sich die Stimmung, dann ändert sich das Herz. Deshalb kann es einen Menschen auf einen völlig neuen Weg bringen, wenn er sich die Zeit nimmt zu sehen, zu hören, offen zu sein für Bilder und Vorstellungen, die sich aus neuen Erfahrungen entwickeln.
Clarissa Pinkola Estés, "Die Wolfsfrau"

Tiere können uns im täglichen Leben, bei unseren Träumen und Meditationen helfen. Da sie vor den Menschen erschaffen wurden, sind sie der Quelle näher und können uns auf unserer Suche nach Ganzheit als Verbündete, Führer und Schutzgeister dienen.
Eine Innuit-Frau

Ich schaue auf den herbstlichen Strand, den alten weißen Leuchtturm, der zu meiner Linken aufragt, das sanft ans Ufer schwappende Wasser zu meiner Rechten und das sienafarbene Dünengras unter meinen Füßen. Ein Chrysippusfalter, der längst hätte nach Brasilien aufbrechen sollen, kreist um meinen Kopf. "Vielleicht brauchst du auch noch ein bisschen zusätzliche Zeit am Meer", sage ich zu ihm, während er auf meiner Schulter landet und die Flügel zuklappt.

Mehr als alles andere wünsche ich mir, von der Brandung hinausgespült und vom Salzwasser getragen zu werden. Aber die Realität hält mich am Ufer fest. Ich muss mich eingraben wie ein Krebs oder eine dicke Muschel und Bestandsaufnahme machen, während die Flut über mich hinwegspült.

Zitate: Jane Urquhart - Im Strudel

Leere Paläste der Gotik und Renaissance trieben zu beiden Seiten an ihm vorüber wie fleckige rosarote Träume.

Sie führte Tagebuch, und in Verbindung mit ihrer Passion fürs Lesen hatte sich das Schreiben als ideales Mittel erwiesen, um unmittelbare Reaktionen aus der Distanz zu betrachten.

Es war eine Landschaft erbitterter Gegensätze. Ordnung auf der einen Seite, und dann, in Wassernähe, erhabenes geologisches Chaos.

David glaubt mir nicht, dass ich, selbst wenn ich den Strudel bei Wind und Regen nicht hören kann, seine Musik in der Luft spüre. Er behauptet, ich hätte zu viel Mr. Browning gelesen, und zitiert irgendeinen Unsinn über Engel, die am Rand des Strudels vergeblich mit den Flügeln schlagen. Ich hoffe inständig, das Davids Fähigkeiten als Historiker besser sind als seine Fähigkeiten als Literaturkritiker. Es sind Shelleys Flügelschläge, an die er denkt, nicht Brownings.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass meine liebe Zederngruppe alles daran setzt, kosmopolitisch zu wirken und ihrer italienischen Cousine, der Zypresse, zu ähneln, und das freut mich, da ich wahrscheinlich nie in den Genuss kommen werde, jenes märchenhafte Land zu bereisen. Vielleicht sollte ich den schottischen Kiefern von den Schirmtannen erzählen, und sie greifen den Vorschlag auf.

Was für ein herrlicher Ort! Wenn ich mich hier im Sitzen nach links beuge, kann ich durch die Bäume hindurch, selbst dort, wo sie voller Grün sind, ein gutes Stück vom Strudel sehen. Wie wunderbar, dort zu sitzen und Browning zu lesen..., sich ihm so nahe zu fühlen, als wäre er ein Freund, der gleich zum Tee vorbeikommt.

Er erinnerte sich an die flüssige Umhüllung, das Gefühl, am ganzen Körper liebkost zu werden. Nichts als Wasser und bestimmte Arten von Wind waren imstande, ihn so zu berühren, am ganzen Körper.

Zitate: Bernhard Hennen - Die Elfen

"Ich bin nicht dein Feind, Menschensohn." Er strich sich mit nachlässiger Geste das Haar aus dem Gesicht. "Mein Name ist Ollowain. Ich bin der Wächter der Shalyn Falah. Meine Königin hat mich beauftragt, dich das letzte Stück Weg zu ihrer Burg zu geleiten."

Mandred musterte den Mann abschätzend. Er bewegte sich mit der Gewandtheit einer Katze. Sonderlich stark sah er nicht aus. Und doch umgab ihn eine Aura der Selbstsicherheit, als wäre er der Held vieler Schlachten.

Der Menschensohn strich fast zärtlich über das Doppelblatt der Waffe und bewunderte die verschlungenen Elfenknoten, die es schmückten. "Schöne Arbeit." Mandred wandte sich zu seinem Sohn. "So sieht die Waffe eines Mannes aus." Er wollte sie Ollowain zurückgeben, doch dieser schüttelte nur den Kopf. "Ein Geschenk, Mandred. In der Welt der Menschen sollte man stets auf Ärger gefasst sein. Ich bin gespannt zu sehen, ob du mit der Axt besser kämpfst als mit dem Schwert."

Alfadas schien nur wenig von seinem Vater geerbt zu haben, außer vielleicht dessen Dickkopf, denn Alfadas weigerte sich auch nach drei Jahren noch, die Axt als die Königin aller Waffen anzuerkennen, was Ollowain sichtlich Vergnügen bereitete.

Ollowain war derjenige von ihnen, der die Pflicht, die ihnen auferlegt war, nie aus den Augen verlor.


Ollowain lachte auf. "Wie es scheint, schmilzt die Frühlingssonne den harten Eispanzer des Barbarenhäuptlings, und, o Wunder, darunter kommt ein Philosoph zum Vorschein."

Ollowain scherzte mit ein paar Bogenschützen und rief einem Troll etwas zu, das den Hünen grinsen ließ. Der Anführer der Elfen strahlte eine Zuversicht aus, als stünde völlig außer Zweifel, dass sie ihre Stellungen bis zum Abend halten würden.

Meine liebsten Bücherzitate

Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
Francis Bacon

Wenn du nicht all deine Bücher lesen kannst, dann nehme sie wenigstens zur Hand, streichle ein wenig über sie, schau' etwas hinein, lasse sie irgendwo auffallen und lese die ersten Sätze, auf die dein Auge fällt, stelle sie selbst auf's Bord zurück, ordne sie nach deinen Vorstellungen so, daß du wenigstens weißt, wo sie sind. Laß' sie deine Freunde sein; lasse sie auf alle Fälle deine Bekannten sein.
Winston Churchill

Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, ist wie eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden.
Carl Peter Fröhling

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, daß man Flügel hat.
Helen Hayes

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
Hermann Hesse

Nur eines ist vergnüglicher als abends im Bett, vor dem Einschlafen, noch ein Buch zu lesen - und das ist morgens, statt aufzustehen, noch ein Stündchen im Bett zu lesen.
Rose Macaulay

Allein zu sein ist nicht schlecht, wenn man in der Gesellschaft von Büchern ist.
Christoph Marzi

Zu wissen, daß am Ende eines langen Tages ein gutes Buch auf einen wartet, macht den Tag fröhlicher.
Kathleen Norris

Zitate: Christoph Marzi - Lycidas

Allein zu sein ist nicht schlecht, wenn man in der Gesellschaft von Büchern ist.
Wir können den Augenblick nicht genießen, wenn wir uns vor der Zukunft fürchten.

Man löst keine Probleme, indem man ihnen aus dem Weg geht.

Manchmal ändert das Leben eben alles.

Das Leben ist zu ernst, um es ohne ein Lächeln ertragen zu können.

Die Welt ist gierig, und manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren.

Die Welt ist gierig, und manchmal verdirbt sie einstmals reine Herzen.

"Machtgier, Geltungsdrang und Habsucht", sagte Maurice Micklewhite, "sind die Götter der neuen Zeit. Die Menschen huldigen den Dingen. Sie verehren die Götter der Zivilisation. Sie verkaufen ihre Seelen an die dunklen Träume von Reichtum und Macht. Die alten Götter nannten Tugenden ihr Eigen. Mitgefühl. Warmherzigkeit. Toleranz. Doch glaubt niemand mehr an die alten Götter, die den Menschen einst gezeigt haben, was Menschsein bedeutet."


Herzlich Willkommen in meiner fantastischen Bücherwelt - ich freue mich, dass du den Weg hierher gefunden hast, und hoffe, dass es dir hier gefällt.

Auf meinem Lesetisch stapeln sich:
Susanne Gerdom - Elbenzorn
Yasmine Galenorn - Die Hexe
Tolkiens Geschöpfe

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Über mich

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Als lesende Weltenwandlerin bewege ich mich bevorzugt in fantastischen und historischen Welten. Ich bin eher der emotionale Leser und mag es, wenn ich in Figuren so richtig eintauchen kann. Manche bleiben dann noch etwas länger bei mir oder entwickeln sich gar zu dauerhaften Gästen.

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Marny Leifers
Uhlandweg 11
38440 Wolfsburg

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