fantastische Bücherwelt

von Büchern, Spleens & Listen

Kristin Falck - Die Hüter der Wolken

Erscheinungsjahr: 2007
Gelesen im März 2009

Der Fürstentochter Lärka steht eine arrangierte Hochzeit bevor. Als Vasall eines machtgierigen Umstürzlers, der den rechtmäßigen Thronfolger Jaduins vertrieben hat, muss ihr Vater die einzige Tochter umsichtig verheiraten. Doch seit dem rätselhaften Tod ihrer Mutter versucht Lärka, sich von seiner erdrückenden Obhut zu befreien. Als ihr der geheimnisvolle Arild begegnet, der mit den Wolken zu sprechen scheint, ahnt sie noch nicht, wie ihr Schicksal durch die Vergangenheit mit seinem verbunden ist und dass Jaduin vor einem Wendepunkt steht, an dem nur sie beide das Schlimmste abwenden können.

Diese Geschichte entführt uns in eine lebendig gezeichnete Welt, in der Steine eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur als Zier oder zur Heilung, denn der Steinkönig von Jaduin hat durch einen ganz bestimmten Stein auch Macht über das steinerne Element und kann es verändern. Durch einen Umsturz herrscht nun aber kein Steinkönig, sondern ein machtgieriger Großherzog, der den rechtmäßigen Thronfolger und seine Getreuen verfolgt.

Die eigentliche Gefahr geht jedoch von einem grimmigen Berg aus, der alles Leben vernichten will. Am Anfang jedes Kapitels kommt er zu Wort, und seine Gedanken machten ihn mir immer unheimlicher. Anfangs ist alles voller Andeutungen und ziemlich geheimnisvoll, nach und nach versteht man einige Dinge besser - um dann über neue Fragen und Zusammenhänge nachzudenken.
Es gibt verschiedene Völker, von denen einige nach historischen Vorlagen entworfen wurden. So treffen wir unter anderem Namen auch auf Wikinger und Kelten.

Die liebevoll gezeichneten Personen wuchsen mir schnell ans Herz und ich habe gespannt den weiteren Weg der Hauptfiguren verfolgt. Besonders bei Lärka hat man gespürt, wie sie sich weiterentwickelt und reifer wird. Keine Superhelden sondern Menschen mit ihren Schwächen und Stärken, die auch mal unüberlegt handeln und streiten.
Neben den Emotionen haben es mir aber auch die magischen Zutaten angetan. Die Kräuterkunde, eine unerklärbare Krankheit, Seelenreisen, Wolkenhüter, die Macht des grimmigen Berges... Die Szenen mit den Wolkenhütern haben für mich eine ganz besondere Atmosphäre - so fernab der Menschen, voller Ruhe und Ausgeglichenheit, beschränkt auf das für sie wesentliche.

Durch dieses Buch bin ich auch zu einem Wolkengucker geworden - und auch wenn ich mich sicher nicht mehr an alle vorgestellten Wolkenfamilien erinnere, so zeigen mir die Snehin doch immer wieder neue schöne Bilder. Das hält sicher noch länger an, genauso wie der Eindruck des sensibel erzählten Endes voller Romantik, das mich sehr berührt hat ohne kitschig zu wirken.

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Erster Satz
Er, der Uralte und Machtvolle, fühlte sich in seiner Erhabenheit verletzt.

Die restliche Februar-Ausbeute...

... wollen wir ja nicht unterschlagen. :)

Vom Mängelexemplar-Tisch erlöst:

  • Clive Woodall - Vogelherz
    Nachdem mir "Rabens Ruh" von Ben Gadd so gut gefallen hat, konnte ich an diesem Vogelroman nicht vorbei gehen. Auch wenn es nicht um meine Lieblingsvögel, sondern um ein mutiges Rotkehlchen geht.
  • Michael Peinkofer - Die Flamme von Pharos
    Der Autor wurde mir im Literaturschock-Forum empfohlen, und beim Reinlinsen konnte mich das Buch auch schnell überzeugen.
Und dann noch diese bunte Mischung:
  • Halldór Laxness - Am Gletscher
    Ein isländischer Autor, der mit diesem Titel schon länger auf meiner Wunschliste stand.
  • Marion Grillparzer - Die neue Glyx-Diät
    Eine Neuausgabe mit überarbeiteten Texten, dem neuesten Wissensstand und frischen Rezepten.
  • Nancy Farmer - Drachenmeer
    Fantasy mit vielen Begriffen aus der germanischen Mythologie. Und mit einer tollen Widmung: Für Harald - wie immer - dafür, dass er Mimirs Brunnen gefunden hat
  • Sara Douglass - Die Wächter der Zeiten
    Der zweite Teil der Serie "Im Zeichen der Sterne", in der es um die nächste Generation in Tencendor geht.
  • Dieter Nuhr - Wer's glaubt, wird selig
    Mein erstes Buch von meinem Lieblingscomedian. Ich freu mich!

Jana Held - Die Flammenfrau (Die Nibelungen 1)

Erscheinungsjahr: 1997
Gelesen im Februar 2009

Eine Weissagung lässt Bruno von Falkenstein, einen Ritter aus Burgund, in den hohen Norden ziehen. Hier soll er der sagenumwobenen Flammenfrau begegnen und ein Kind mit Namen Brunhild zeugen. Doch kaum hat der Recke mit seinem jungen Gefährten Faramund die Eiswüste erreicht, so stürzt ein Adler vom Himmel herab, um sie anzugreifen. Es scheint, als seien die Mannen aus Burgund in den tödlichen Zweikampf zweier Kriegerinnen geraten, die für das Wohl einer geheimnisvollen Göttin streiten...

Im Nibelungenlied ist Brunhild die stolze und kampferprobte Amazone aus dem hohen Norden, die König Gunther nur mit Siegfrieds Hilfe erobern konnte. In diesem chronologisch ersten Teil der Reihe "Die Nibelungen", die nach einer Idee von Kai Meyer entstand und keine Nacherzählung des Sagenstoffes ist, geht es um die Heimat von Brunhild. Genauer gesagt um den Machtkampf zweier Schwestern, die den verschiedenen Seiten einer Göttin dienen. Luovana steht auf der lichten und liebenden Seite des Lebens, während Lursa den dunklen Aspekt verkörpert.

Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass Bruno von Falkenstein auch als Schwertmeister bezeichnet wurde, habe ich mich mit der Geschichte wohl gefühlt. Das Buch kann ja auch nichts dafür, dass dieser Begriff für mich schon vergeben ist. ;)
Die Atmosphäre ist winterlich und auch magisch, da es dort Priesterinnen und mächtige Zauberer gibt. Auch ist das Element Feuer stark vertreten, in Form der Macht des Feuers aber auch der besonderen Lage der Flammenburg, die von einem Lavastrom umgeben ist.

Es gibt einige interessante Figuren, die ich gerne noch etwas länger begleitet und besser kennengelernt hätte. Besonders tut mir das bei Bruno leid, denn durch seine tragische Vergangenheit und seine Persönlichkeit gab es dort viel Potential.
Gefallen hat mir in dieser Welt der Gegensätze auch die Darstellung der beiden Seiten. Es wurde nichts als "böse" verurteilt, sondern einfach als ein anderer Weg gesehen, eine andere Seite derselben Macht.

Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und bot mir auch Überraschungen und ein befriedigendes Ende, aber mit einer detaillierteren Zeichnung der Charaktere hätte mir das Buch noch mehr gegeben. Auch fand ich Pyros' Gebrauch der Magie etwas "eckig" - wahrscheinlich weil ich keine Zauberkräfte mag, die man mal eben aus dem Ärmel schüttelt und die nichts von einem fordern.

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Erster Satz
Bruno von Falkenstein zügelte seinen Fuchswallach und schlug sich das Ende des wollenen Umhangs über die Schultern.

Christoph Marzi - Die Königin der Schattenstadt (Malfuria 3)

Erscheinungsjahr: 2008
Gelesen im Februar 2009

Seit die großen Städte in den Schatten versinken, ist Catalina auf der Flucht. Eine Armada aus fliegenden Galeonen und ein wirbelnder Sturm aus Rabenfedern machen Jagd auf sie - denn ihre Magie ist das Einzige, das der Welt jetzt noch Heilung bringen kann. Während Catalinas Gefährten sich in der tiefen Wüste der Bedrohung stellen, begibt sich das Mädchen in die Stadt aus Nacht und Nirgendwo, wo alles begonnen hat und ein uraltes Wesen lebt, dem niemand entrinnt. die Königin der Schattenstadt.

Auch im dritten Teil der Malfuria-Trilogie bin ich bereits auf den ersten Seiten tief in die Geschichte abgetaucht. Diese besondere Stimmung und der poetisch-phantasievolle Stil machen das Lesen einfach zum Vergnügen, die Seiten fliegen nur so dahin. Zwar bietet der Anfang nicht viel neues, denn eine weitere Stadt wird von den Schatten übernommen, aber dafür erfährt man einiges über die Gedanken von Catalina und Jordi. Wie sie aneinander denken und versuchen, einen Weg zum anderen zu finden. Aber auch Erinnerungen und Gedanken über die Schatten und andere Dinge tauchen auf.

Mit vielen Figuren aus den ersten beiden Bänden gab es ein Wiedersehen, sogar mit bereits verloren geglaubten. Besonders habe ich mich über das Auftauchen von drei Personen, einem Buch und einem ganz besonderen Rabenkater gefreut - es war fast so, als ob man überraschend auf alte Freunde trifft.
Das Konzept der Schatten hat mir gut gefallen, denn es zeigt sich dass sie nicht "einfach so" böse sind, sondern aus bestimmten Beweggründen heraus handeln. Es tauchen nun auch "gute" Schatten auf, und durch die Unterschiede zwischen ihnen kommt man dem Geheimnis der Schattenstadt wieder ein Stück näher.

Zum Ende hin wird das Tempo ordentlich angezogen - gerade hier ist aber etwas mehr Aufmerksamkeit gefragt, damit man bei all den Entwicklungen nicht den Überblick verliert. Zumindest erging es mir so, denn ich wurde von der Spannung förmlich mitgerissen. Es gibt einige Überraschungen und auch das ein oder andere traurige Ereignis. Das Ende ist dafür aber wunderbar hoffnungsvoll, was mich doch ein wenig getröstet hat.

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Erster Absatz
Die große Silbermünze funkelte im gleißenden Licht der Sonne. Das junge Mädchen, das hoch oben auf dem schroffen Felsen von Gibraltar saß und hinaus auf die ruhige See blickte, betrachtete den Schatten, der gehorsam und still jeder seiner Bewegungen folgte. Die pechschwarzen Haare des Mädchens fielen ihm bis über die Schulter und in den dunklen Augen stand die Sehnsucht nach fremden Ländern, fernab des mächtigen Hauses, das sich hinter ihr über den Gassen der Stadt erhob.

Bernhard Hennen - Elfenlied

Erscheinungsjahr: 2009
Gelesen im Februar 2009

In der Welt der Elfen gelten die fuchsköpfigen Lutin als ein Volk von Beutelschneidern, Lügnern und Betrügern. Dennoch gelingt es der jungen Ganda Silberhand, zur Vertrauten der Elfenkönigin Emerelle auserwählt zu werden. Was Emerelle nicht ahnt, Ganda gehört zu den Anführern einer Widerstandsgruppe gegen die Herrschaft der Elfen. Als Ganda sich als eine der engsten Beraterinnen des Trollherrschers am Sturz der Königin beteiligt, stößt sie auf eine unglaubliche Verschwörung, die Albenmark noch tiefgreifender verändern könnte als der Krieg zwischen Elfen und Trollen. Ein Geheimnis, das bereits ihren Vater und ihre Mutter getötet hat. Doch Ganda ist eine Lutin - und Lutin sind dickköpfig und mutig. So gerät sie schon bald in gefährliches Abenteuer, dass das Schicksal aller Völker Albenmarks für immer bestimmen wird...

»Elfenlied« versammelt neben der Novelle über das Geheimnis Gandas einen Gedichtzyklus, der vom Leben der Blütenfee Mondblüte erzählt, einen umfangreichen Bildteil mit Fotos und Illustrationen sowie eine Zeitleiste zu den wichtigsten Ereignissen aus
Bernhard Hennens großer Elfensaga.

Das Buch ist in drei Bereiche gegliedert. GANDAS GESCHICHTE enthält die Novelle über das Geheimnis dieser Lutin. Wir lernen Ganda dort besser kennen und erhalten Einblick in Teile ihrer Vergangenheit. Die von ihr selbst niedergeschriebene Lebensgeschichte fand den Weg in Ollowains Hände, der diese aufbereitet und zusammen mit MONDBLÜTES BLATTLYRIK herausgegeben hat. Da es bei den Blattgedichten für die Anordnung der Wörter keine festgelegte Reihenfolge gibt, werden neben der favorisierten Lesart auch immer noch zwei weitere Varianten angeboten. Das lud mich zum Spielen mit den einzelnen Wörtern und Auslegungsmöglichkeiten ein. Aufgelockert wird das ganze durch die handschriftlichen Bemerkungen der Lutin, denen man auch Gandas besondere Verbindung zu Mondblüte anmerkt.

DIE WELT DER ELFEN bietet uns mit Bildern und Zeichnungen einen Vorgeschmack auf dem in diesem Jahr erscheinenden Bildband. Dort treffen Phantasie und Wirklichkeit aufeinander – die sich natürlich nicht gleichen, sondern womöglich sogar kollidieren können. Bei mir persönlich war es so, dass “meine” Figuren natürlich anders aussahen und auch eine etwas andere Ausstrahlung hatten, einzelne Details jedoch übereinstimmten – z.B. Ollowains Haare oder Fenryls Augenpartie.
Ein Highlight ist dann noch die Zeitleiste, die alle bedeutenden Ereignisse der Romane “Die Elfen”, “Elfenwinter” und “Elfenlicht” aufführt. Das Lesen der Chronologie war für mich bestes Kopf-Kino - ich war wirklich erstaunt, wie viele Bilder ich da noch in mir trage.

Elfenlied ist für mich vor allem ein Buch für Fans der Hennen-Elfen, das einige Leckerbissen bereithält. Gewiss ein etwas anderes Buch – kein Roman, sondern eine Mischung verschiedener Dinge: eine Novelle, 99 ungewöhnliche Gedichte, eine Zeitleiste, Bilder, Zeichnungen, eine Karte, Infos über die Elfenbücher und die Entstehung des Projekts Elfenwelten. Man sollte sich bewusst sein, dass dies eben keine Fortsetzung der Elfen-Reihe sondern eher so etwas wie ein Tagebuch ist, wozu auch die andere Buch-Höhe passt.


Erster Absatz
Ich bin Ollowain. Ich war Gandas Freund, so sehr ein Elf der Freund von Kommandantin Schlüsselchen sein konnte. Ihre von ihr selbst niedergeschriebene Lebensgeschichte fand auf wundersame Weise den Weg in meine Hände. Der Text dieses kleinen Büchleins, das in ein Öltuch eingewickelt war, wurde zum ersten Teil des vorliegenden Buches. Ganda konnte ich nicht wiederfinden. Sie verschwand in den ersten Jahren der Herrschaft des Trollkönigs Gilmarak über Albenmark, doch ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie nicht wirklich jenes Schicksal erwartete, das sie in ihrer Geschichte "Dem Ende nah" andeutete.

Leseliste 2009

Bernhard Hennen - Das Fjordland
Christoph Marzi - Somnia
Leonie Swann - Glennkill
Holger Wolandt (Hrsg.) - Elche am Fjord
Kai Meyer - Loreley
Bernhard Hennen - Elfenlied
Christoph Marzi - Die Königin der Schattenstadt
Jana Held - Die Flammenfrau
Kristin Falck - Die Hüter der Wolken
Brigitte Riebe - Isis
Viola Alvarez - Das Herz des Königs
Amanda Quick - Gefährliche Küsse
Elizabeth Buchan - Rosenzeit
Thomas Finn - Das unendliche Licht
Monika Felten - Die Nebelsängerin
Christoph Hardebusch - Sturmwelten. Unter schwarzen Segeln
Bernd Perplies - Tarean. Sohn des Fluchbringers
Bernhard Hennen - Elfenwinter

Interview mit Christoph Marzi [Legimus]

Legimus hat ein Interview mit Christoph Marzi geführt, das am 31. Januar veröffentlicht wurde. Es geht u.a. um den Ruf der Fantasy-Literatur, die uralte Metropole und nähere Informationen zu dem kleinen Magnetbuch Tagundnachtgleiche, welches in den nächsten Wochen erscheinen wird.

Ein fünfter Band der uralten Metropole ist geplant, jedoch treten davor noch zwei andere Bücher ins Licht der Öffentlichkeit. Im Oktober wird wahrscheinlich die Fortsetzung von Fabula erscheinen, und dann wurde da noch etwas geheimnisvolles, neues erwähnt...

Von Nixen, abschreckenden Aufklebern und Nackenbeißer-Versuchen

Bei der Suche nach Geschenken für die kommenden Anlässe kam ich auch im Thalia vorbei. Und neben einem schönen Geschenk für meine Ma ist auch für mich was abgefallen:

  • Katrin Weller (Hrsg.) - Nixenzauber
    Geschichten und Romanauszüge von Meermädchen, Seeungeheuern und Seepferdchen. Ab 8 Jahren, eigentlich nicht so ganz mein Beuteschema - aber Nixen gehören zu den Wesen, denen ich nur schwer widerstehen kann.
  • Andrea Schacht - Auf Tigers Spuren
    Die Autorin schreibt sehr niedliche Katzenromane, da musste der neue gleich mal mit.
Gestern habe ich dann die Mängelexemplar-Tische bei Real einer genaueren Betrachtung unterzogen, und mitgekommen sind:
  • Sheila Heti - Die Frau, die in einem Schuh wohnte
    Kurzgeschichten aus Kanada, die hier als Stadtfabeln bezeichnet werden. Außerdem war auf dem Cover u.a. eine Meerjungfrau. ;)
  • J.M. Coetzee - Mr. Cruso, Mrs. Barton & Mr. Foe
    Der große Nobelpreisträger-Aufkleber hat mich erst etwas abgeschreckt. Aber der Klappentext, das tolle meerhafte Cover und ein kurzes Reinlinsen haben mich überzeugt. Das scheint ein etwas anderes Buch zu sein, und seit "Fort" von Jane Urquhart mag ich so etwas zwischendurch mal ganz gerne.
  • Amanda Quick - Gefährliche Küsse
    Extra für die heutige Nackenbeißer-Lesenacht im Literaturschock-Forum besorgt. Neben Held und Heldin scheint es auch etwas um geisterhafte Erscheinungen, übernatürliche Wesen und kriminalistische Nachforschungen zu gehen. Und beim Reinlesen kam mir der Earl of Angelstone einigermaßen intelligent vor - was schon mal eine riesige Verbesserung zu meinem Nackenbeißer von vor zwei Jahren ist. :)

Buchmusik: Christoph Marzi - Somnia

In Somnia entdecken wir zusammen mit Scarlet einige CDs in Jakes Wohnung. Erwähnt wurden folgende Musiker:

Rufus Wainwright
Grey Gardens

Neil Hannon
The Divine Comedy - our mutual friend

Yamit Mamo
I couldn't love you more

Melanie Pappenheim
Doomsday

AaRON
your turn

Gästebuch

Da hier ein Gästebuch ja schon vermisst wurde, meine Suche aber nicht zufriedenstellend verlief, gibt es nun eine etwas andere Lösung:
Dieser Post ist mein Gästebuch.

Ich würde mich freuen, wenn ihr die Kommentar-Funktion nutzt, um etwas zum Blog allgemein zu schreiben oder einfach nur ein kurzes Feedback zu hinterlassen.

Meine Buchregal-Wand

So sieht sie also aus, meine Buchregal-Wand!
(Für mehr Details einfach auf das Bild klicken...)
Über die Hälfte des Platzes belegt übrigens die Fantasy-Ecke.
Oder sollte ich vielleicht Bibliothek sagen? ;-)


Ja, ist denn schon März?

Nachdem ich im Literaturschock-Forum erfahren habe, dass "Elfenlied" von Bernhard Hennen bereits im Februar den März eingeläutet hat, musste ich natürlich schnellstmöglich meinen SuB aufstocken. :o)

Bei all der Vorfreude können 2 Tage ganz schön lang werden - aber gestern war es dann endlich soweit! Natürlich musste ich erstmal den ersten Satz lesen:

Ich bin Ollowain.
Drei Wörter nur, und doch zauberten sie mir ein Lächeln aufs Gesicht. Ein guter Anfang! Und es wurde noch besser - bei den Elfen-Fotos taucht ER gleich dreimal auf, und Fenryl wurde auch abgelichtet. Da kann es mit der Vorfreude auf den Bildband, der im Herbst erscheinen soll, ja schonmal losgehen...

Kai Meyer - Loreley

Erscheinungsjahr: 1998
Gelesen im Februar 2009

Anno domini 1320. Zwei Mädchen wachsen in einer Burg am Rheinufer zu jungen Frauen heran. Die burschikose Ailis geht beim Burgschmied in die Lehre, Fee ist die verwöhnte Nichte des Grafen. Von Kind an sind die beiden unzertrennlich - bis Ailis das schreckliche Geheimnis der Grafenfamilie entdeckt. Auf einer Klippe, hoch über dem Rhein, hält Graf Wilhelm ein kleines Mädchen in einem vergitterten Felsschacht gefangen. Ailis gerät in den Bann des sonderbaren Kindes. Fasziniert lässt sie sich von den magischen Gesängen der Kleinen betören, verliert darüber ihre Familie und ihre Freunde. Doch schließlich ist es Fee, die das Kind befreit - und dadurch unsagbaren Schrecken heraufbeschwört. Denn im Körper des Mädchens lauert eine Kreatur so alt wie die Welt, die nur darauf wartet, Verdammnis über das Land am Rhein zu bringen. Mit Hilfe eines Trupps skurriler Spielleute stellt Ailis sich zum Kampf gegen das furchtbare Wesen - und gegen ihre Freundin Fee, die dem Geist des Loreleyfelsens längst verfallen ist...

Die Loreley kannte ich bisher als Nixe, die sich mit einem goldenen Kamm ihr blondes Haar kämmt, und durch ihrem Gesang die Rheinschiffer so ablenkt, dass dessen Schiffe an dem Felsen zerschellen. Hier ist sie etwas anderes, uraltes - ursprünglich die Wächterin eines Tores zwischen der Menschenwelt und Titanias Reich Faerie, der Welt der Feen.
In dieser Geschichte herrscht eine unheimliche Grundstimmung, die sich nach einem eher ruhigen Beginn von Seite zu Seite steigert. War es anfangs noch ein angenehmes mystisch-schauriges Kribbeln, so gab es später auch einige Szenen, die mir eine Gänsehaut verpasst haben. Der Schreibstil und die besondere Atmosphäre haben mich schnell gefesselt, so dass ich einfach in jeder freien Minute in diese Welt eintauchen musste.

Die beiden Hauptfiguren Ailis und Fee wurden vielversprechend eingeführt, ich konnte schnell einen Bezug zu ihnen aufbauen. Allerdings hätte ich mir mehr Details zu ihrer Freundschaft gewünscht, oft habe ich da keine besondere Nähe gespürt. Gerade weil diese so wichtig für die weitere Entwicklung ist und sich für mich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, fand ich die etwas oberflächliche und blasse Darstellung unbefriedigend.
Dafür fand ich die Beschreibungen rund um die Spielleute bunt und lebendig. Mir hat auch gefallen, wie Ailis diese Leute nach und nach besser kennen lernt und mehr als das ungewöhnliche Erscheinungsbild sieht. Überhaupt haben mir hier viele Außenseiter gefallen - so gut, dass ich gern mehr über sie erfahren hätte, z.B. auch über Fees Tante.

Das Ende kam mir im ersten Moment etwas überstürzt und abrupt vor. Plötzlich war die letzte Seite da, und es gab keinen Hinweis darauf, was einige Figuren nun weiterhin tun werden. So kann man aber auch die eigene Phantasie spielen lassen und sich ein Ende nach dem Ende ausdenken.
Unbedingt lesen sollte man dann aber noch das Nachwort des Autors, in dem auf historische Eckdaten und die Entwicklung der Sage der Loreley eingegangen wird.


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Erster Satz
Frage sie, welche Sprache der Mond spricht.

Die letzten Januar-Zugänge

Natürlich bin ich im Januar noch mal schwach geworden, dabei sah es lange gut aus. Die letzten Tage haben mir allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nette Shirts abseits von schwarz, dunkelblau und weiß habe ich für die Arbeit auch nicht gefunden. Also baue ich lieber meine Fantasy-Bibliothek weiter aus. :o)

  • Nathaniel Hawthorne - Unheimliche Erzählungen
    Gut, nicht wirklich Fantasy. Und auch noch recht abseits von meinen Lesevorlieben. Aber eine der Geschichten wurde in Somnia (Christoph Marzi) erwähnt. Und als neugierige Leserin möchte ich natürlich wissen, was genau Mortimer Rima vorgelesen hat. ;-)
  • Marie Brennan - Doppelgänger
    Musste lange auf meiner Wunschliste ausharren, aber nun war es soweit. Schließlich hatte ich bei Thalius bereits den zweiten Teil erspäht.
  • Jenny-Mai Nuyen - Nijura. Das Erbe der Elfenkrone
    Das Hörbuch dazu habe ich letztes Jahr gehört, und weil ich recht angetan davon war, wollte ich seitdem etwas von der Autorin lesen. Rabenmond hörte sich auch sehr verlockend an, aber da warte ich lieber auf das Taschenbuch. Also doch Nijura, bin schon gespannt wie sich die Beschreibungen des Elfendorfs lesen...
  • Kai Meyer - Die Muschelmagier
    Der zweite Teil der Wellenläufer-Trilogie in der schönen Taschenbuch-Ausgabe.

Holger Wolandt (Hrsg.) - Elche am Fjord. Die schönsten norwegischen Wintergeschichten

Erscheinungsjahr: 2007
Gelesen im Januar 2009

Schneemänner und winterliche Skiausflüge, unvermutete Begegnungen und ein völlig überraschender Silvesteranruf – all das finden Sie in dieser Zusammenstellung der schönsten und hintergründigsten Wintergeschichten aus Norwegen. Viele bekannte Namen sind enthalten: von Karin Fossum und Jo Nesbø über Jan Kjærstad und Morten Harry Olsen bis zu Klassikern wie Knut Hamsun und Jonas Lie. Sie alle entführen den Leser in die geheimnisvollste Zeit des Jahres im hohen Norden.

Die in diesem Buch versammelten 24 Geschichten lassen sich leicht lesen, so wirklich fesseln konnte mich allerdings noch nicht einmal die Hälfte. Es sind größtenteils auch keine "kuscheligen" Beiträge, wie man aufgrund des Untertitels erwarten könnte. Untreue, Unfälle, Selbstmord und Tod begegnen einem dort öfter. Vereinzelt aber auch stimmungsvolle weihnachtliche Szenen. Es gab auch Momente, in denen ich die Gedankengänge einiger Personen nicht so ganz nachvollziehen konnte - bei mir blieb dann ein merkwürdiges Gefühl zurück. Manch ein Ende kam mir auch zu abrupt, und ich hätte mir noch ein paar Sätze mehr gewünscht. Vielleicht ist all das aber auch eine Besonderheit bei den norwegischen (oder womöglich auch skandinavischen) Autoren.

Gut gefallen haben mir die Naturbeschreibungen, die oft kalt und winterlich sowie voller Einsamkeit waren. Glücklicherweise gab es auch einige Kurzgeschichten, die etwas besonderes waren und mich für eine Weile an einen anderen Ort geführt haben. "Die Erde ruft" von Jonas Lie, "Die lange Skitour" von Kåre Holt und "Neujahrswalzer" von Jo Nesbø haben mich da am meisten beeindruckt und die Zeit vergessen lassen. Der Anteil an guten und nicht besonders fesselnden Geschichten hält sich ungefähr die Waage, was bei Anthologien ja keine Seltenheit ist...

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Erster Satz
Sie waren inzwischen weit gelaufen und die ganze Zeit bergauf.


Herzlich Willkommen in meiner fantastischen Bücherwelt - ich freue mich, dass du den Weg hierher gefunden hast, und hoffe, dass es dir hier gefällt.

Auf meinem Lesetisch stapeln sich:
Susanne Gerdom - Elbenzorn
Yasmine Galenorn - Die Hexe
Tolkiens Geschöpfe

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Über mich

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Als lesende Weltenwandlerin bewege ich mich bevorzugt in fantastischen und historischen Welten. Ich bin eher der emotionale Leser und mag es, wenn ich in Figuren so richtig eintauchen kann. Manche bleiben dann noch etwas länger bei mir oder entwickeln sich gar zu dauerhaften Gästen.

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Marny Leifers
Uhlandweg 11
38440 Wolfsburg

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